Fototip Elbschlösser II: Das Lingnerschloß


Das Lingnerschloß ist das mittlere der Anwesen. Ursprünglich gebaut für Baron von Stockhausen, gehörte es kurz nach der Jahrhundertwende Karl August Lingner, einem Chemiefabrikanten und Philantropen, der vor allem durch seine Aufklärungsarbeit zur Hygiene und sein ODOL-Mundwasser bekannt und reich wurde. Zwei Wochen vor seinem Tod vermachte er das Schloß der Stadt Dresden, unter der Bedingung, daß die Bürger und Besucher Dresdens das Recht haben, Schloß und Anwesen zu ihrer Erholung und Freude nutzen zu dürfen. Dazu gehörte auch die Auflage, auf dem Anwesen einen Biergarten zu betreiben, der billiger sein sollte, als die Gastbetriebe der Umgebung und das gilt bis heute. Ein wechselndes Getränk schlägt immer alle anderen Preise.

LingnerterrassenDas Angebot im Biergarten kann sich übrigens durchaus sehen lassen. Von den Sächs’schen Glassigern Würzfleesch, Roster und Kartoffelsalat über bayrisches (Obatzda und Bretzn) bis hin zu griechischem Salat gibt es allerhand bezahlbares zur Auswahl und auch die Getränkekarte ist durchaus ausflugstauglich.

Im Schloß selbst gibt es auch noch ein (etwas höherpreisiges) Restaurant, dessen Essen sehr gut sein soll.

Das Lingnerschloß ist an der elbabgewandten Seite umgeben von einem englischen Landschaftspark (wobei der Rasen eher fröhlich vor sich hinwuchert).

Parkseite LingnerschloßAn diesem Foto sieht man auch schon die Schwierigkeiten mit dem Licht. Abends liegt die Parkfront im Schatten (was aber auch die Spitzlichter reduziert).

Das Foto vom nächsten Morgen sieht da schon besser aus und praktischerweise hat da sogar der Mond eine fotogene Statistenrolle übernommen, ebenso wie der Baum neben der Fassade, der reizvolle Schatten wirft.   Lingnerschloß morgens

Das Schloß aus der Nähe bietet eine Fülle von Motiven – zum Beispiel Säulengänge, barocke Statuen, ein Springbrunnen im Brunnenhaus und ein kleiner Weinberg am Elbhang. Man kann das Schloß auch innen besichtigen (11.00 – 17.00 Uhr), aber das habe ich zeitlich nicht geschafft.

Zu den Motiven:

Während die Parkseite schon sehr majestätisch und britisch nobel wirkt, fallen auf der Elbseite auch ein paar zerbrochene Fensterscheiben auf. Das Schloß wird von einem Trägerverein erhalten – sicher keine leichte Aufgabe, zumal das Schloß nach dem Ende der DDR stark vernachlässigt wurde – und da müssen Reparaturen eben warten, bis wieder genügend Geld da ist. Großes Fassadenfoto fällt also aus, es sei denn man ist photoshopsüchtig. 😉 Aber dafür gibt es zum Beispiel diesen schönen Säulengang.

Säulengang Lingnerschloß     Springbrunnen Lingnerschloß     Springbrunnen Lingner

Brunnenhaus LingnerDas Licht dort ist am Morgen schöner, ganz abgesehen davon, daß abends immer wieder Biergartenbesucher ins Bild hopsen, aber leider wird der Springbrunnen erst im Laufe Tages wieder angestellt. Auch das Brunnenhaus von außen, vor allem in den Morgenstunden, ist ein schönes Motiv.

Weinberg LingnerUnterhalb des Schlosses zieht sich ein Weinberg bis hinunter ans Elbufer. Dort findet man neben klassischen Motiven wie Weinreben (im Hintergrund Schloß Eckberg)…

… eine ewig lange, mauerngesäumte Treppe bis hinunter zum Flußufer (leider früh und abends in tiefem Schatten) oder auch den Blick hinunter auf die Elbe und eine kleine verträumte Weinlaube.

Elbeblick     Weinlaube Lingner

Doch verlassen wir nun das Lingnerschloß und schlagen uns durch die Büsche gleich hinter dem Brunnenhaus hinüber zum Anwesen von Schloß Albrechtsberg.

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Ein Kommentar zu “Fototip Elbschlösser II: Das Lingnerschloß

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